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Die meisten gesetzlichen Krankenkassen planen vom Jahr 2004 an Bonusmodelle für ihre Mitglieder. Durch gesundheitsbewusstes Verhalten sollten die Kassenausgaben und somit auch die Beiträge gesenkt werden, ergab eine Umfrage der «Welt am Sonntag». Geplant seien auch Modelle bei einzelnen Unternehmen, die Gesundheitsförderung in den Betrieben unterstützen. Ermöglicht werden diese Beitragsrabatte durch die am Freitag im Bundesrat endgültig beschlossene Gesundheitsreform. Sie sei sicher, dass solche Aktivitäten bei den Versicherten zunehmend eine Rolle spielen werden, wenn es darum gehe, die Krankenkasse zu wechseln. Für eine schnelle Korrektur des gesamtdeutschen Risikostrukturausgleichs zwischen den gesetzlichen Krankenkassen sprach sich der Chef der Barmer Ersatzkasse, Eckart Fiedler, aus. Immer mehr ostdeutsche Krankenkassen könnten durch die Finanzhilfen aus dem Westen ihre Beiträge senken, während sie für die Versicherten in Westdeutschland stiegen, sagte er der Chemnitzer «Freien Presse». Die Ärzte sollen für den Einzug der Praxisgebühr von zehn Euro keine «Bearbeitungsgebühr» erhalten. Das Gesundheitsministerium widersprach einem Bericht der «Bild»-Zeitung. Danach hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) einen Obolus von je einem Euro pro zehn Euro Praxisgebühr verlangt und dies mit dem «hohen bürokratischen Aufwand» begründet. «Das ist nicht die Verabredung», sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater der dpa. Das Ministerium habe Signale aus der KBV, dass die geplante Regelung ohne Extra-Gebühr machbar sei. Nach der am Freitag im Bundesrat beschlossenen Gesundheitsreform müssen Patienten von 2004 an bei Arzt und Zahnarzt zehn Euro je Quartal und Behandlungsfall Praxisgebühr zahlen.

 

 

 

 

 

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